Finanz- & Euro Infos von Markus Trauernicht

EFSF – kommt nur für den überhöhten Lebensstandard von unverantwortlichen Regierungen auf

EFSF = European Financial Stability Facility, auch Rettungsfonds oder Rettungsschirm genannt

Bisher finanzieren die Rettungspakete nur den überhöhten Lebensstandard von veranwortungslosen Regierungen. Und zwar von Regierungen, die nicht in der Lage waren mit dem günstigen Zinsen umzugehen, die der Euro mit sich brachte. Und jetzt kann man nicht mehr mit den Problemen umgehen, die man sich selber eingebrockt hat.

  • Der EFSF macht genau dies: Es wird der zu hohe Lebensstandard von Regierungen nachfinanziert. Aber die Probleme werden nicht wirklich angepackt.

Mit der Abstimmung zum EFSF wird schlagartig etwa die Grundverschuldung Deutschlands um 1/8 erhöht. Die Politiker behaupten zwar, dass es hier “nur” um Garantien geht. Doch diese sind ja dafür da, um eingefordert zu werden wenn es drauf ankommt. Es braucht jetzt nur eine Bank zu wackeln, und schon setzt der Dominoeffekt ein. Jetzt geht es um die Haftungssumme von 253 Milliarden Euro. Und dabei ist man nicht einmal in der Lage auch nur einen Cent als Rücklage zu bilden.

Was es wirklich braucht, sind dramatische Kosteneinsparungen von Seiten der maroden Staaten. Bisher saugt die Politik dort nur das eigene Volk aus.

Im EU-Vertrag wurde festgelegt, dass die Europäische Zentralbank keine Staatsanleihen kaufen darf. Das soll auch mit dem EFSF ausgehebelt werden, der dann faule Staatspapiere kaufen darf. Für die dann der Steuerzahler aufkommt.

Der ESM – Europäische Stabilitätsmechanismus soll ab 2013 (vermute mal deutlich vorher) die Arbeit des EFSF übernehmen. Darin sind dann unlimitierte Beiträge der Mitgliedsstaaten vorgesehen. Zahlbar innerhalb von 7 Tagen, oder man verliert als Land das Stimmrecht im ESM. Wenn Staaten nicht zahlen können, müssen andere übernehmen.

  • Und was kommt dann, wenn diese vielen zusätzlichen Billionen Euro an Schulden nicht mehr bezahlbar sind?
  • Warum nicht gleich jetzt das geordnet lösen.
  • Europa braucht keinen Euro, sondern starke Wirtschaften. Denn starke Wirtschaften sind der Garant für die jeweils eigene starke Währung.

Markus Trauernicht

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