Finanz- & Euro Infos von Markus Trauernicht

Das Hamsterrad dreht sich noch, doch der Hamster ist tot.

Was spricht denn jetzt noch wirklich für den Euro, wenn man sich einfach mal die Realität anschaut?

  • Jetzt kommt es auf einen klugen Ausstieg an. Keine kurzfristige Lösungen die nur überteuert Zeit kaufen.

Es ist eine Sauerei, dass Deutschland nicht in der Lage ist auch einen Chef für die EZB zu stellen. Immerhin ist Deutschland der größte Geldgeber in der Europäischen Union. Das hat ja auch seine Gründe. War nicht die Bundesbank das Vorbild für die EZB? Warum wohl?

Jetzt wird mit spanischer Sorglosigkeit einfach mal noch mehr Staatsanleihen gekauft. Ja sogar das Gold der Bundesbank sollte daran glauben, wenn es nach der Politik & Sonderziehungsrechten ginge. Beim IWF das gleiche Spiel. Bei den zwei wichtigsten EU-Organen ist Deutschland nicht an der Spitze dabei. Obwohl Deutschland den Aufbau-Ost finanziert hat, UND trotzdem besser da steht als die anderen EU-Partner!

Es geht doch nur noch um Liquidität. 

Zur Erklärung: Man kann als Unternehmen so hoch verschuldet sein wie nur möglich – wenn die Liquidität vorhanden ist, dann kann man weiter machen. Doch man muss auch in der Lage sein die Schulden abzuzahlen. Denn sonst werden die Gläubiger hellhörig. Es geht in Europa gar nicht mal mehr darum die Schulden abzubauen, sondern nur noch darum die Liquidität der Banken und Staaten zu gewährleisten. Damit werden die Probleme aber nicht gelöst. Und auch die verpennten Gläubiger werden hellhörig und skeptisch. Deswegen steigen ja auch die Zinsen für die Anleihen der Schuldenjunkies in Europa.

Es rollt weiter, das Euro-Hamsterrad,
obwohl der Hamster schon tot ist.

Doch wann ist der Schwung endgültig raus?

“Geht doch, geht doch!”, rufen die Politiker und Ökonomen, während diese gleichzeitig das Rad von außen in Schwung halten. Dabei stinkt der der Hamsterkadaver schon, und hat sich im Hamsterrad verkeilt.

Solange wir den Euro haben, wird es keinen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung geben. Mal schauen wie lange die Spitzen-Ökonomen brauchen um das auch nur ansatzweise zu erkennen.

Bitter halt für die Gläubiger, die dann viel Geld nicht mehr sehen werden, weil mit den schlechten Wechselkursen der Südländer die Schulden in Euro auch nicht mehr beglichen werden können. Bonitätsprüfungen waren wohl nie für Staaten in Europa notwendig. Aber schauen wir doch mal genau hin: Die Masse der Schulden kann eh nicht mehr zurück bezahlt werden, weder in Euro noch in neuen Währungen wenn die neuen Währungen dann mal da sind.

Die Schuldenblase wird platzen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Markus Trauernicht

 

Comments on this entry are closed.